Schweden - Ein Rückblick

Schweden.
Alles begann an einem sonnigen Morgen in Deutschland. Die meisten waren noch nicht so ganz wach und das sollte sich auch auf der folgenden 21 stündigen Busfahrt nicht so ganz ändern. Zu Beginn konnte man durchaus von einer eher kühlen Atmosphäre sprechen, was sich jedoch nach der Ankunft in Schweden schnell erledigte. Die Zeit die man benötigt Namen zu lernen tat ihr übriges und bald schon wurde freundschaftlich untereinander geblödelt.

Sich gut zu verstehen ist eine tolle Sachen, die Courage von allen beteiligten Seiten benötigt und nicht zuletzt Glück. Wir hatten beides. Sich gut untereinander zu verstehen benötigt Zeit sich kennenzulernen, wir hatten sie reichlich. Wir hatten eine sehr gute Zeit in Schweden, den See direkt vor dem Haus und die wilde Natur Schwedens direkt darum herum. Ja sich kennenzulernen benötigt Zeit und gemeinsame Erlebnisse sorgen für gelingen. Spätestens nach der gemeinsamen Wanderung, welche Gott sei Dank, erst auf der Rücktour in einem Wasserbad von oben mündete, spätestens dann wenn alle zusammen in durchnässten Kleidern im selben Boot sitzen kennt man sich irgendwie. Wir hatten Glück, es war ein schönes erbauendes Kennenlernen, welches aus einer buntgemischten Gruppe von Menschen in verschiedensten Lebenslagen eine verschworene Gemeinschaft machte.

Schweden.
Springen in den kalten See, versuchen zu Schwimmen, lieber wieder raus, der See war arschkalt. Perfekt für die Abkühlung nach der Sauna. Besser als drin, lieber drauf. Während die einen tatkräftig an einem Floß werkelten, nahmen andere die Abkürzung übers fertige Kanu. Der See ein Ort der Entspannung, selige Ruhe während man beinahe lautlos über das Wasser gleitet, das Rauschen des Windes durch die Blätter der Bäume am Ufer, das Zwitschern der Vögel und Muhen der hiesigen Kühe, die Klänge, die Symphonie der Natur nur unterbrochen vom leisen Plätschern der Wellen gegen den Bug des Kanus und Platsch beim Eintauchen der Paddel.
Oder von lauten Anfeuerrufen beim freundschaftlichen Wettbewerb auf dem Wasser. Spaß nur begrenz von der Kreativität und der Strapazierfähigkeit der Boote. Wer noch nicht selbst gekentert ist fragt sich vielleicht was denkt man sich in dem Moment? „Scheiße ist das Kalt!“ ist definitiv weit oben unter den sich in solchen Momenten ergebenden geistigen Ergüssen. Auch diese hatten wir nicht zu knapp. Nach knackigen, prägnanten Denkanstößen kamen bei Diskussion und Stille interessante Gedanken auf, wurden weiterverfolgt, verworfen und in Gesprächen ausgebaut. Wir haben uns mit Sehnsucht, dem Versagen, Schuld und Scham und auch mit Entscheidungen auseinandergesetzt. Jedem wird das seine hängen geblieben sein.

Schweden.
Lagerfeuer am Abend, frohes beisammensitzen, plaudern und spielen. Gemeinsamer Lobpreis. Morgendliche Andacht. Fantastisches Essen. Herrliche Sternenhimmel. Wunderbare Natur. Nette Menschen. Freundschaften. Es war eine schöne Zeit und es endete an einem sonnigen Tag in Deutschland. Wir werden noch lange an die Zeit und die gute Gemeinschaft in Schweden zurückdenken. Man sagt man sieht sich immer zweimal im Leben, das wäre schön.

Ich sage Danke. An alle die dabei waren. An alle die organisiert haben. 

Danke an Gott der uns behütet und versorgt hat. Amen 

Weitere Bilder von der Schwedenfreizeit findest du: hier

Ein Artikel von Manuel Rosenbaum

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