Die Fusionsfreizeit Fornsbeach

Zwei Freizeiten fusionieren - kann das klappen?

Montag, 27. August 2018, Fornsbach. Zur Mittagszeit treffen im Freizeitheim über dem Waldsee die Mitarbeitenden ein. Mit elf an der Zahl handelt es sich um vergleichsweise viele Mitarbeitende, doch hierfür gibt es einen guten Grund: In diesem Freizeitheim finden in den nächsten zehn Tagen nicht eine, sondern gleich zwei Freizeiten statt. Und zwar parallel. Ein Entschluss, der wenige Wochen vor Beginn der Teenie-Action-Freizeit und dem Jungscharlager Metzingen gefasst wurde, führte zu diesem kuriosen Ereignis. Aufgrund der relativ niedrigen Anmeldezahlen auf beiden Freizeiten wurde beschlossen, die Jungscharfreizeit von Metzingen nach Fornsbach zu verlegen, wo sich nun Jungscharler und Teenies ein Haus teilen werden. Die Beteiligten sind gespannt auf den Ausgang dieses Experiments, dieses Versuches, zwei Freizeiten parallel zu veranstalten und dennoch von den Vorteilen einer größeren Gruppe zu profitieren.

Wenige Stunden später treffen die Teilnehmenden im Alter von 8 bis 17 Jahren ein. Von nun überschlagen sich die Ereignisse.

Von nun an heißt es für die Mitarbeitenden der beiden Freizeiten ständig zu tänzeln, zwischen den beiden einzelnen Gruppen und der großen Gruppe, angefangen bei Kleinigkeiten, wie der Frage, der Tagesleiter welcher Freizeit vor dem Essen ein Tischlied anstimmt oder die Weckmusik bestimmt, bis hin zu der immer wieder an verschiedenen Stellen auftauchenden Frage, ob ein Programmpunkt der einen Freizeit nicht vielleicht auch kompatibel mit der anderen wäre und durch ein Mehr an Teilnehmenden gewinnen könnte. So finden neben den Mahlzeiten und dem Küchendienst sämtliche Geländespiele Gruppen übergreifend statt, wodurch sich völlig neue Lager auftun. So gibt es während ein jeder Partie Stratego weder Jungschar noch Teenies, weder Fornsbach noch Metzingen, die Karten sind neu gemischt und alles, was jetzt noch zählt ist Team Rot oder Team Grün!
Doch über diese besondere Geländespieldynamik hinaus bekommen auch beide Gruppen die Möglichkeit unter sich zu bleiben und ihrem eigenen Programm nachzugehen. So finden beispielsweise die Bibelarbeiten stets getrennt statt und während sich die Jungschar mit Mose, den Zehn Plagen und dem Auszug aus Ägypten beschäftigen, behandeln die Teenies ganz unter sich Themen, die eigene Identität und was sie mit dem Glauben zu tun hat, betreffend. Und auch in der Nachtruhe werden ganz klare Grenzen gezogen, was mitunter zu der lustigen Situation führt, dass die 14-jährige Jungscharlerin um zehn bereits im Bett sein muss, während der Abend für den 13-jährige Teenie gerade erst so richtig losgeht. Doch von Unmut keine Spur. Jeder weiß genau, auf welche Freizeit er gehört und so bleibt das Miteinander der beiden Gruppen stets harmonisch.
Alles in allem kann das Experiment nach zehn Tagen als geglückt bezeichnet werden. Beide Gruppen kamen auf ihre Kosten, ob in kleiner oder großer Runde. Und wenn die Konstellation einen besonders großen Vorteil hatte, dann den, dass die Teilnehmenden wissen, wo sie sich nächstes Jahr anmelden, wenn sie für das Jungscharlager inzwischen zu alt sind und gerne auch einfach mal den Frühsport sausen lassen wollen.

 

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Ein Artikel von Frederik Knoll

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