Klick. Ein Tippen auf den Auslöser und plötzlich ist es ganz still. Was dynamische Bewegung, physikalische Gesetze in Action ist, ist plötzlich starr. Und lässt sich so doch ein Stück weit besser betrachten und bestaunen. Das Glitzern eines jeden Wassertropfens, die geschwungenen Linien der fliegenden Wasserfläche, die noch zusammenhält, um im nächsten Moment in tausende Tropfen zu zerreißen.
Manchmal wünsche ich mir, dass ich auch mein Leben mit einem Knopfdruck kurz anhalten kann, um die aktuelle Situation genauer betrachten zu können. Sei es, um dann besser staunen oder wertschätzen können, was gerade passiert. Oder um kurz durchzuatmen, zu reflektieren und dann nicht impulsiv zu reagieren.
Ganz besonders wünsche ich mir das in so Gottesmomenten. Momenten, wo ich mich ihm ganz nah fühle oder ich ein Stück Reich Gottes ganz klar erkennen kann. Doch jedes Mal geht er vorbei. Dennoch hilft es mir, mich an diese Momente zu erinnern, wenn ich mich grade weit weg von Gott fühle. Und es tröstet mich zu wissen, dass Gott immer da ist – egal ob ich es grade spüre und erkenne oder nicht. Denn seine Gegenwart ist keine Momentaufnahme, sondern ewig. So hat Jesus es uns zugesprochen: „Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
Und wie genial ist es, dass er es uns manchmal, ganz überraschend, so richtig spüren lässt?
Angedacht von Rike
Wir grüßen euch ganz herzlichen aus dem GJW Büro
Lukas, Rike und Petra